Getöpferte Pilze

Erst einmal vorweg etwas allgemeines zum Töpfern. Ich habe ungefähr vor einem Jahr von einer Freundin von einem Töpferkurs bei uns in Schwalmtal gehört. Dort stellt die liebe Luise (sie ist 70+ ☺) ihren Keller zur Verfügung, wo man dann nach Lust und Laune töpfern kann. Man kann mit wilden Ideen zu ihr kommen und sie überlegt dann zusammen mit einem, wie man es am besten umsetzen kann. Und kaum habe ich meine Freundin einmal begleitet, hatte mich das Fieber schon gepackt und es gibt einfach unendliche Ideen, wovon ich euch nach und nach bestimmt einige zeigen werde.

Um um euch die Scheu zu nehmen – im Prinzip kann es jeder einfach nachmachen – auch zu Hause. Man benötigt eben nur den entsprechenden Ton und kann die fertigen Objekte dann in einer „Töpferstube“ brennen lassen.
Nun zu meinen Pilzen:
Immer der Jahreszeit entsprechend versuche ich meinen Hauseingang einladend zu gestalten. Dazu gehören immer Pflanzen, aber natürlich auch ein bisschen Dekoration. Als ich dann wieder bei meinem Töpferkurs saß und nicht genau wusste was ich machen soll, sind mir ein paar Pilze im Regal aufgefallen. Und auch wenn Pilze nicht unbedingt in den Frühling gehören, habe ich mir gedacht – in schönen Pastellfarben, können sie doch perfekt als Frühlingsdekoration dienen.
Da wir nie mit Töpferscheiben arbeiten, habe ich die Pilze nach dem altbewährten Prinzip getöpfert. Für die Pilzköpfe habe ich einfach einen Teil des Tons ausgerollt (es darf nie zu dünn sein, da er sonst im Ofen brechen kann) und habe daraus einen Kreis ausgeschnitten, den ich dann mit Hilfe einer gewölbten Form entsprechend geformt habe. Dann glättet man nur noch die Kanten, damit sie rund und glatt sind.
Auch für die Stiele habe ich erst eine Platte ausgerollt, woraus ich ein sehr längliches Trapez ausgeschnitten habe. Aus Zeitungspapier habe ich mir dann eine Vorlage gedreht worüber ich den Ton dann zu dem Stiel geformt habe. Auch hier glättet man die Nahtstelle und die Ränder. Oben an dem Stiel habe ich dann noch einen Ring aus Ton angebracht um mehr Auflagefläche für die Verbindung zu haben. Mit Schlicker habe ich den Pilzkopf dann auf den Stiel geklebt. Die Pilze mussten dann erst einmal gebrannt werden.

In der nächsten Woche konnte ich die fertig gebrannten Pilze dann lasieren. Die Stiele habe ich einfach nur weiß lasiert. Bei den Pilzköpfen habe ich mich einmal für ein zartes rosa und ein helles grün entschieden. Beim Lasieren, muss man leider den Perfektionismus etwas außen vor lassen. Da habe ich schon bei einigen Projekten gemerkt, dass es wirklich extrem schwer ist, eine gleichmäßige Lasur hinzubekommen. Nachdem ich die Pilze soweit fertig hatte, mussten sie erneut gebrannt werden. Und ich kann euch sagen, dass es jedes Mal spannend ist die fertigen Objekte in der nächsten Woche zu sehen, da man nie genau weiß, wie die Farbe/Lasur geworden ist…
Ich war mit den Pilzen auf jeden Fall sehr zufrieden und habe zu Hause dann mit Acrylfarbe noch ein paar weiße Punkte drauf getupft.
Und im Gesamten machen meine beiden Pilze eine super Figur vor der Tür!

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